CIC im Finale der MIPIM Awards
Gemeinsame Erklärung von Stadt und Land
Das Coppenrath Innovation Centre steht im Finale der MIPIM Awards 2026 in der Kategorie Best Conversion. Eine internationale Anerkennung für die Transformation des historischen Ringlokschuppens in einen modernen Ort für Innovation, Arbeit und Austausch.
Anlässlich dieser Nominierung haben Olaf Lies, Ministerpräsident des Niedersachsen, und Katharina Pötter, Oberbürgermeisterin der Osnabrück, eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.
Darin würdigen sie das CIC als beispielhaftes Projekt nachhaltiger Stadtentwicklung. Sie betonen das Zusammenspiel von privater Initiative, kommunalem Engagement und Unterstützung des Landes. Und sie ordnen das Centre als Impulsgeber für das entstehende Lokviertel sowie als Leuchtturm für zukunftsorientierte Umnutzung ein.
Im Folgenden dokumentieren wir diese Erklärung im Wortlaut:
Liebe Besucherinnen und Besucher der MIPIM 2026 in Cannes,
in Osnabrück lag ein architektonisches Zeitzeugnis lange brach: Der denkmalgeschützte ehemalige Ringlokschuppen aus dem Jahr 1913 – ein bedeutendes Zeugnis nationaler industrieller Baukultur – ist heute als Coppenrath Innovation Centre (CIC) zu neuem Leben erwacht. Dank der privaten Initiative der Aloys und Brigitte Coppenrath Stiftung und der engen Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück wurde dieses städtebauliche Wahrzeichen aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Große Sensibilität und Weitsicht prägten das Projekt, das nun den Auftakt bildet für die Entwicklung des Lokviertels: ein neues, lebendiges, sozial durchmischtes und nachhaltiges urbanes Quartier entsteht in direkter Nachbarschaft, mit einem klaren sozialen Masterplan für seine Realisierung.
Das CIC überzeugt durch ein funktionales Wechselspiel von historischer Gebäudehülle, zeitgemäßen Innenräumen und qualitätsvollen Freiräumen. Die charakteristische Außenhülle des Ringlokschuppens wurde behutsam erhalten und restauriert und bewahrt so seine historische Identität. Im Inneren schafft eine moderne Architektur mit klar strukturierten Holzmodulen eine spannende räumliche Abfolge. Geschlossene Arbeitsbereiche und offen angelegte Gemeinschaftsflächen verbinden sich zu einer inspirierenden Arbeitsumgebung, in der Vergangenheit und Zukunft klar ablesbar und harmonisch miteinander verknüpft sind. Der revitalisierte Ringlokschuppen vereint heute Arbeits- und Innovationsflächen, Räume für Forschung und Lehre, Platz für Handwerksbetriebe sowie mit dem INNOVATORIUM eine überregional nachgefragte Veranstaltungslocation. So ist ein Ort geschaffen, der Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen unter einem Dach zusammenführt und den Austausch von Ideen aktiv fördert.
Durch den bewussten Erhalt der bestehenden Bausubstanz und den Einsatz nachwachsender Rohstoffe ist ein äußerst nachhaltiges Gebäude mit einem zukunftsweisenden energetischen Konzept entstanden – mit dem Anspruch, diesen besonderen Ort auch für kommende Generationen, mindestens weitere hundert Jahre, zu bewahren. Die gelungene Verbindung von historischer Substanz und innovativer Nutzung, von skulpturaler Konstruktion und nachhaltigen Materialien, macht das Coppenrath Innovation Centre zu einem echten Leuchtturmprojekt.
Das Land Niedersachsen ist zum einen stolz, ein solch beispielhaftes Zusammenwirken von privater und öffentlicher Hand zu begleiten. So hat das CIC den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2025 bekommen und das Land unterstützt aktiv auf allen Ebenen die Entstehung des urbanen Modellquartiers. Denn wir wissen: Es braucht gerade in turbulenter Zeit solche Gelingensprojekte, die Mut machen und zur Nachahmung anregen. Und die StartUp- Hauptstadt Niedersachsens, Osnabrück, weiß um Strahlkraft und internationales Netzwerk, das vom CIC ausgeht. Und deshalb ist auch die Kommune mit allen Kräften dabei, das Lokviertel rasch erfolgreich werden zu lassen mit vielen Innovationen „made in Osnabrück“.
Die Auszeichnung des CIC als „Nationales Projekt des Städtebaus“ durch die Bundesrepublik Deutschland unterstreicht die hohe städtebauliche, architektonische und gesellschaftliche Relevanz dieses Vorhabens und wurde deshalb durch Fördermittel von Bund und Land unterstützt. Die Nominierung als Finalist der renommierten MIPIM Awards in der Kategorie „Best Conversion“ würdigt schließlich nicht nur die architektonische Qualität des Projekts, sondern auch die außergewöhnliche gemeinsame Leistung von Stiftung, Stadt und Land. Sie ist ein starkes Signal dafür, wie zukunftsorientierte Stadtentwicklung gelingen kann, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.
Mit den besten Wünschen
Olaf Lies
Ministerpräsident des Landes Niedersachsen
Katharina Pötter
Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück



